Reiseberichte |
Bericht über die Reise nach Moldau von Mariana Scvortova, von 24.08.08 bis 12.09.08 Wie immer ist Moldau für Überraschungen gut. Diesmal war ich über den drastischen Anstieg der Preise für Lebensmittel, Energie und Rohstoffe sehr überrascht. Der Anstieg betrug rund 30%, einige Produkte sogar 50% im Vergleich zu Mai 2008. Das absurde ist dabei noch die Tatsache, dass der Euro als Währung nachgegeben hat, von 1: 16 Lei auf 1: 13,5 Lei. Das bedeutet aber für die Menschen eine doppelte Belastung, da der größere Teil von Bevölkerung von Euro und Dollar lebt und diese hier die „zweite“ Währung geworden sind. Das Preisniveau in den Supermärkten Moldaus liegt nun auf deutschem Niveau.
Es ist schon Tradition geworden, dass wir am ersten Schultag des Jahres die Prämien der DMG persönlich überreichen. Auch in diesem Jahr wurden die vier besten Diplomarbeiten prämiert. Und dies Mal wurde ich von neugewählte Vizepräsidentin der DMG Luminita Michalicenko begleitet. Auch haben wir gemeinsam das Sozialzentrum Ralf Schäfer in Chiperetschen besucht. Wir waren überrascht über die Statistik, die der Schuldirektor, Herr Veverita uns präsentiert hat. Von 335 Schülern, die vor 3 Jahren die Schule besucht haben, sind in diesem Jahr nur 224 Schüler registriert worden, was die kritische demographische Situation vor allem in den ländlichen Gebieten widerspiegelt. (Im Vergleich zu 1980-er Jahren hatte diese Schule um 1.200 Schüler). Ein großer Teil der erwerbstätigen Bevölkerung befindet sich im Ausland (vor allem Russland, Ukraine, EU-Staaten u.a.), um zu arbeiten. Die folge davon ist ein Rückgang der Geburtenrate in Moldau. Sogar die eigenen Kinder des Schuldirektors arbeiten und wohnen in Italien, er selbst erzieht zusammen mit seiner Frau die Enkelkinder. Aufgrund dieser Emigration und der schlechten Bezahlung fehlen leider viele Lehrer, was wiederum schlechte Auswirkungen auf die Ergebnisse der Projektentwicklung hat. Als sehr positiv zu sehen ist allerdings, dass seit Einführung unseres Projektes 11 Schüler den Sprung in die weiterführende Berufsschule geschafft haben (im Vergleich zu 2005 war es 1 Schüler).
Bezugnehmend auf unsere Reise nach Zgurita gilt Ähnliches, das heißt es fehlen sowohl Lehrer als auch mangelt es an Schülern, die Prozesse laufen nicht so gut wie erwartet, aber positiv ist, dass die dageblieben Menschen mit viel Eigeninitiative die Projekte versuchen so gut wie möglich zu gestalten. So wurde letztes Jahr die Küche und Kantine der Schule neu eingerichtet und ab September wird in der Küche das Essen für 42 alte, einsame Menschen vorbereitet und durch sozial Mitarbeiter und freiwillige Schüler verteilt. Wir haben eine positive Entwicklungstendenz des Projektes festgestellt und finden es sinnvoll das Projekt auch im nächsten Jahr z.T. die Lebensmittelkosten und die Kosten für die laufende Sozialarbeit weiter zu unterstützen.
Zudem galt unser Besuch im Weiteren dem Kindergarten des Dorfes. Die Arbeiten an der Wasserversorgung und an der Kanalisation wurden bereits von den Organisationen Filocalia und SHS begonnen. Nach Abschluss dieser Arbeiten werden die Kinder dann auf normale Toiletten gehen können und müssen keinen Eimer mehr benutzen. Es wird dann auch Trinkwasserversorgung geben und das Brauchwasser zum Geschirrspülen bereit stehen.
Kindergarten in Zgurita
In Calaras in der Schule für geistig zurückgebliebene Kinder ist alles für die Ausführung unseres Projekt vorbereitet. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von DMG, „Freunde der Republik Moldau“ aus Zürich/Schweiz, Lions-Club Zürich und Caritas Moldova. Es bestehen z.Z. Verhandlungen mit Caritas Moldova und wir hoffen, dass bis Ende September 2008 diese Verhandlungen abgeschlossen sein werden.
Text von Mariana Scvortova |
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Programm der Begegnungsreise nach
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Moldau "Moldau - die Toskana Südosteuropas?!"
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Gründungs- und ersten Mitgliederversammlung 19.04.2002
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